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Die Geschichte von Franzisco ( Chico)

 

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Hier möchten wir Ihnen die Lebensgeschichte von Franzisco (Chico) vorstellen. Chico ist 1986 geboren worden, zunächst war er gesund und munter, bekam dann aber im 5. Lebensjahr Kinderlähmung. Dennoch blieb er sehr stark und wollte zur Schule gehen. Jetzt als junger Erwachsener möchte er an der Uni studieren. Um ihn beim Studium zu unterstützen, hat Mundo do Amor einen Laptop gespendet.

Luis Alberto der unseren Verein schon öfters unterstützt hat berichtet davon in einem Brief an uns. In diesem Fall hat er den Computer für uns vor Ort gekauft und zu Chico überreicht (siehe die beiden Bilder) lt. Im Brief wird Frau Rhonda erwähnt, sie ist die Vorsitzende der amerikanischen Stiftung SASEF mit der wir immer wieder gemeinsame Projekte durchführen.

Aber machen Sie sich bitte selbst ein Bild von Chico und lesen seine Lebensgeschichte und die Briefe.

Ihre Mundo do amor.

 

Hier als PDF-Datei zum download oder weiter unten direkt zum lesen:

               - deutsch - deutschland-flagge02                                                                                 - english - grossbritannien-flagge02
Franziscos Lebensgeschichte als PDF-Datei (ca 20 KB)                       the letter of Francisco (english).
Franziscos Handschriftlicher Brief in Portugisisch (ca. 1 MB)                 the history of Franzisco (english)

Meine Geschichte!

Ich heiße Franzisco Alfredo, gebürtig aus Luanda, Province von Sambizanga, Str. Luenjia-Nkonda,

Stadtteil Dimuca.

Geboren wurde ich am 7. Juli 1986.

Ich besuchte die Grund- und die Aufbauschule. Auch war ich auf der mittleren Reife der Schule

I., II. „Leben im Überfluss“ ( Ich habe eine Behinderung in den zwei unteren Beingliedmaßen mit einem Behinderungsgrad von 100%.)

Meine Geburt war normal und bis zu meinem 4. Lebensjahr war ich gesund und munter. Mit 5 Jahren bekam ich Kinderlähmung, die lange anhielt. Dadurch war ich viele Jahre untätig und konnte auch nicht lernen.

Mit 9 Jahren hatte ich dann auch noch einen Unfall. Ich fiel von einer Mauer und brach mir dabei das linke Bein. Ich musste 3 mal eingegibst werden.

1998 begann ich dann zu lernen, beginnend auf der Stufe der 3ten Klasse.

Da ich die Schule sehr spät besuchte, musste ich von meiner Mutter viele Ratschläge hören und Hilfen annehmen. Sie sagte mir immer, dass ich viel lernen muss, egal welche Schwierigkeiten auftauchen mögen und sie sagte mir auch, dass man nur durch Wissen Respekt von anderen Menschen bekommen kann. Da ich die Behinderung in den unteren Beinen habe, wäre die einzige Möglichkeit es im Lebens zu etwas zu bringen, den Abschluss zu machen.

Das Leben war nie leicht, weder für mich noch für meine Geschwister da meine Eltern nie die finanziellen Mittel hatten für meine Ausbildung und die meiner Geschwister, auf zu kommen.

Mein Vater hat mir nie während meiner Ausbildung helfen können weil mein Vater immer Probleme mit dem Alkohol hatte. Meine Mutter musste immer etwas verkaufen um unser tägliches Leben zu bestreiten. Somit hatte sie auch keine Zeit, mich beim Lernen zu unterstützen.

Aber ich vergaß nie ihre Ratschläge, trotz der vielen Schwierigkeiten.

In 1999 erlernte ich meine ersten Grundkenntnisse in der engl. Sprache. Meine Eltern wussten davon nichts weil die Schule weiter weg war und der Unterricht abends statt fand. Ich wusste auch, dass sie mich das nicht lernen lassen würden. Hauptsächlich meine Mutter wäre dagegen gewesen.

In der Schule wurde es aber immer schwieriger. Bei jedem Klassenwechsel erhöhten sich die Kosten. Deshalb verließ mein älterer Bruder wegen der finanziellen Belastung die Schule.

2003, als ich in der 7ten Klasse war, änderte sich die Situation. Ich spürte, dass ich den Wunsch meiner Mutter erfüllen könnte, welcher war, dass ich lernen solle, einen Abschluss machen und im Leben was werden solle.

In diesem Jahr lernte ich jemanden kennen, den ich als ein echtes Geschenk von Gott bezeichne und der mich glauben machte, dass meine Träume sich erfüllen könnten, wenn man nur fest daran glaubt.

Frau Rhonda, die für mich wie eine Mutter ist, denn alles was sie tut und tat, kann nur eine Mutter für einen Sohn tun. Ich werde ihr mein ganzes Leben lang dankbar sein. Egal wo sie auch sein mag, Gott wird immer ihren Weg erleuchten und sie wird immer ein Teil meiner Geschichte sein.

In 2005 begann ich mit der mittleren Reife, was sehr anstrengend für mich war aber ich wusste, dass ich diesen Kampf gewinnen musste.

Jahr für Jahr strengte ich mich hart an, um Fortschritte zu machen und um in die nächste Klasse zu kommen. Ich hatte das Ziel, diese Schule mit Erfolg ab zu schließen aber.... am 31. Januar 2008 geschah mir etwas Unerwartetes. Ich erkrankte sehr stark für 5 Monate.

In dieser Zeit dachte ich, dass das nun das Ende für mich sein würde und alles was ich geplant habe, veränderte sich ins Unmögliche.  Mein Abschluss, die Träume meiner Mutter, ich dachte dies wäre nun alles vorbei.

Glücklicherweise erholte ich mich wieder von dieser Krankheit und kehrte zum Lernen zurück.

Das Jahr 2008 war ein Jahr, gezeichnet von vielen Problemen. Es war ein Jahr der Krisen und Krankheiten aber trotzdem war ich fest entschlossen, mein Ziel, den Abschluss zu machen, zu erreichen. Was ich auch mit viel Kraftanstrengung schaffte.

Im Jahr 2009 hatte ich ein weiteres Ziel vor Augen weil ich merkte, dass ich jetzt nicht aufhören konnte. Dieses Ziel war, mich in der Uni ein zu schreiben, was für mich sehr schwer war da die Anzahl der freien Studienplätze sehr begrenzt war. Da ich aber nichts zu verlieren hatte, schrieb ich mich bei irgend einem Studienfach ein und bereitete mich Zuhause auf meine Aufnahmeprüfung vor.   Gott sei Dank wurde ich aufgenommen.

Zur Zeit besuche ich das 1te Jahr in Computerwissenschaften.

Ich bin mir klar darüber, dass jetzt meine Pflichten sich erhöhen werden und mit ihnen auch meine Schwierigkeiten aber ich muss studieren, weil dies die einzige Möglichkeit ist, den Personen zu danken, die mich immer unterstützten. Wie Frau Rhonda, Luis Alberto und auch meine Mutter.

Es ist auch noch ein langer Weg den ich gehen muss aber meine Behinderung ist kein zwingender Grund, mich in meinem Fortschreiten zu hindern denn mein Geist ist gesund und bereit alles zu tun, was meine Glieder nicht im Stande sind für mich zu tun.

 

Der Brief von Luis Alberto an Mundo do amor

 

Sehr geehrte Frau Sybille,

 

Ich sprach persönlich mit Ihm. Es geht ihm gut und er lernt fleißig.

Für ihn war das Jahr 2009 sehr schwer weil es das 1. Jahr auf der Uni war und er sich mit den anderen Methoden und dem Lerndruck auf der Uni Agostino Neto, vertraut machen musste.

Aber er überwindet alle Schwierigkeiten.

Der Computer, den er jetzt hat, hilft ihm auf viele Weise, wie bei:

 

  • der Interpretation der Themen, die es bei der Informatik gibt, was das Lerngebiet ist, welches er an der Uni am liebsten belegen wollte.
      • Er benutzt den Computer auch für Forschungszwecke, denn er erhielt von der Schule die Erlaubnis, seinen PC am Internetnetz der Uni an zu schließen, so dass er für die Benutzung des Internets nichts bezahlen muss.
      • Der Computer hilft ihm auch, seine Forschungsberichte auf zu setzen und zu schreiben und somit ist er nicht gezwungen in Internet Cafés zu gehen um dort seine Forschungsarbeiten zu schreiben.

    Wie Sie sehen können, erleichtert dieser Computer ihm das Leben und mindert die Kosten die er hätte, wie oben bereits erwähnt.

    Sollten Sie weitere Fragen an mich haben, bitte zögern Sie nicht, eine Erklärung von mir zu verlangen.

    Vielen Dank

    Luis

     

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