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Meine Geschichte!
Ich heiße Franzisco Alfredo, gebürtig aus Luanda, Province von Sambizanga, Str. Luenjia-Nkonda,
Stadtteil Dimuca.
Geboren wurde ich am 7. Juli 1986.
Ich besuchte die Grund- und die Aufbauschule. Auch war ich auf der mittleren Reife der Schule
I., II. „Leben im Überfluss“ ( Ich habe eine Behinderung in den zwei unteren Beingliedmaßen mit einem Behinderungsgrad von 100%.)
Meine Geburt war normal und bis zu meinem 4. Lebensjahr war ich gesund und munter. Mit 5 Jahren bekam ich Kinderlähmung, die lange anhielt. Dadurch war ich viele Jahre untätig und konnte auch nicht lernen.
Mit 9 Jahren hatte ich dann auch noch einen Unfall. Ich fiel von einer Mauer und brach mir dabei das linke Bein. Ich musste 3 mal eingegibst werden.
1998 begann ich dann zu lernen, beginnend auf der Stufe der 3ten Klasse.
Da ich die Schule sehr spät besuchte, musste ich von meiner Mutter viele Ratschläge hören und Hilfen annehmen. Sie sagte mir immer, dass ich viel lernen muss, egal welche Schwierigkeiten auftauchen mögen und sie sagte mir auch, dass man nur durch Wissen Respekt von anderen Menschen bekommen kann. Da ich die Behinderung in den unteren Beinen habe, wäre die einzige Möglichkeit es im Lebens zu etwas zu bringen, den Abschluss zu machen.
Das Leben war nie leicht, weder für mich noch für meine Geschwister da meine Eltern nie die finanziellen Mittel hatten für meine Ausbildung und die meiner Geschwister, auf zu kommen.
Mein Vater hat mir nie während meiner Ausbildung helfen können weil mein Vater immer Probleme mit dem Alkohol hatte. Meine Mutter musste immer etwas verkaufen um unser tägliches Leben zu bestreiten. Somit hatte sie auch keine Zeit, mich beim Lernen zu unterstützen.
Aber ich vergaß nie ihre Ratschläge, trotz der vielen Schwierigkeiten.
In 1999 erlernte ich meine ersten Grundkenntnisse in der engl. Sprache. Meine Eltern wussten davon nichts weil die Schule weiter weg war und der Unterricht abends statt fand. Ich wusste auch, dass sie mich das nicht lernen lassen würden. Hauptsächlich meine Mutter wäre dagegen gewesen.
In der Schule wurde es aber immer schwieriger. Bei jedem Klassenwechsel erhöhten sich die Kosten. Deshalb verließ mein älterer Bruder wegen der finanziellen Belastung die Schule.
2003, als ich in der 7ten Klasse war, änderte sich die Situation. Ich spürte, dass ich den Wunsch meiner Mutter erfüllen könnte, welcher war, dass ich lernen solle, einen Abschluss machen und im Leben was werden solle.
In diesem Jahr lernte ich jemanden kennen, den ich als ein echtes Geschenk von Gott bezeichne und der mich glauben machte, dass meine Träume sich erfüllen könnten, wenn man nur fest daran glaubt.
Frau Rhonda, die für mich wie eine Mutter ist, denn alles was sie tut und tat, kann nur eine Mutter für einen Sohn tun. Ich werde ihr mein ganzes Leben lang dankbar sein. Egal wo sie auch sein mag, Gott wird immer ihren Weg erleuchten und sie wird immer ein Teil meiner Geschichte sein.
In 2005 begann ich mit der mittleren Reife, was sehr anstrengend für mich war aber ich wusste, dass ich diesen Kampf gewinnen musste.
Jahr für Jahr strengte ich mich hart an, um Fortschritte zu machen und um in die nächste Klasse zu kommen. Ich hatte das Ziel, diese Schule mit Erfolg ab zu schließen aber.... am 31. Januar 2008 geschah mir etwas Unerwartetes. Ich erkrankte sehr stark für 5 Monate.
In dieser Zeit dachte ich, dass das nun das Ende für mich sein würde und alles was ich geplant habe, veränderte sich ins Unmögliche. Mein Abschluss, die Träume meiner Mutter, ich dachte dies wäre nun alles vorbei.
Glücklicherweise erholte ich mich wieder von dieser Krankheit und kehrte zum Lernen zurück.
Das Jahr 2008 war ein Jahr, gezeichnet von vielen Problemen. Es war ein Jahr der Krisen und Krankheiten aber trotzdem war ich fest entschlossen, mein Ziel, den Abschluss zu machen, zu erreichen. Was ich auch mit viel Kraftanstrengung schaffte.
Im Jahr 2009 hatte ich ein weiteres Ziel vor Augen weil ich merkte, dass ich jetzt nicht aufhören konnte. Dieses Ziel war, mich in der Uni ein zu schreiben, was für mich sehr schwer war da die Anzahl der freien Studienplätze sehr begrenzt war. Da ich aber nichts zu verlieren hatte, schrieb ich mich bei irgend einem Studienfach ein und bereitete mich Zuhause auf meine Aufnahmeprüfung vor. Gott sei Dank wurde ich aufgenommen.
Zur Zeit besuche ich das 1te Jahr in Computerwissenschaften.
Ich bin mir klar darüber, dass jetzt meine Pflichten sich erhöhen werden und mit ihnen auch meine Schwierigkeiten aber ich muss studieren, weil dies die einzige Möglichkeit ist, den Personen zu danken, die mich immer unterstützten. Wie Frau Rhonda, Luis Alberto und auch meine Mutter.
Es ist auch noch ein langer Weg den ich gehen muss aber meine Behinderung ist kein zwingender Grund, mich in meinem Fortschreiten zu hindern denn mein Geist ist gesund und bereit alles zu tun, was meine Glieder nicht im Stande sind für mich zu tun.
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